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Fachlich fundierte, lebendige Sexualtherapie und Sexualberatung? Selbstverständlich!

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«Sex sells» ist nur die Oberfläche und kommerzialisierte Form davon, wenn Sex für einen anderen Zweck gebraucht wird. 

Sex, Sexualität aber berührt, interessiert, fasziniert, macht ratlos, wirft Fragen auf, provoziert, befriedigt, erfüllt – kurz: kann zu einem vitalen Leben gehören und will nicht missbraucht werden für einen anderen Zweck. Davon zeugen endlose Artikel in allen Medien, die Literaturfülle dazu, Anfragehäufigkeit in Suchmaschinen und bei KI, wohl Millionen von Videos mit sexuellem Inhalt, Benimm-Regeln.

Natürlich gibt es belastende Seiten davon: Angst, Blockaden, Hemmungen, Traumen, unerfüllte Sehnsüchte, Scham. Das treffen wir häufig in unserer Arbeit und sind nicht selten ratlos. In der natürlichsten und ganzheitlichsten Form wird die sexuelle Liebe körperlich gelebt und erlebt und kann Begegnungen und Beziehungen eine besondere, ja sogar tiefe Bedeutung geben. Das spricht für eine körper- und beziehungsorientiere Methode.

Seltsam, dass in traditionellen Ausbildungen von Körpertherapie, Beratung, Psychotherapie und anderen medizinischen Berufen dieses Lebensthema so selten sorgfältig unterrichtet wird. Da Patienten und Patientinnen, Klienten und Klientinnen die mangelnde Bereitschaft bezüglich sexueller Themen «riechen», wissen sie, dass sie das Thema nicht bringen können. Auch wenn es sie vielleicht nicht nur beschäftigt, sondern sogar belastet. Die Behandler:innen sagen dann: das Thema ist nicht so wichtig, kommt eh nicht vor bei mir. Denkste, Kunststück.

Das ist anders möglich, wir haben jahrzehntelange Erfahrung dazu. Unser Ansatz will Fachleute sorgfältig, fachlich fundiert, berufsethisch sicher, lebendig und lebensfreudig ausbilden und damit ermutigen, ihren Klient:innen und Patient:innen die so rar zu findende wertvolle Unterstützung und Begleitung für dieses manchmal so verletzliche, oft sogar verletzte, Lebensthema zu geben. Die Menschen sind dankbar, wenn sie sich verstanden fühlen, wenn ihr Anliegen erfasst und «gefühlt» wird und dann für die Weiterentwicklung fachlich und achtsam begleitet werden. Wenn Leichtigkeit, Lachen, Humor auch bei schweren Themen nicht versiegt, sondern aufmunternd begleitet, ist das wie Öl im Getriebe. So ist eh die schönste Sexualität: Berührung von Körper und Seele, Tiefe und Leichtigkeit, Kreativität und Humor, Überraschendes und Vertrautes, Herausforderndes an unseren Grenzen und Wiederholungen mit einer persönlichen Bedeutung.

Sexualität lebt, sie entwickelt sich, reift, wächst, gedeiht, verändert sich im Lebenslauf. In jeder Phase sind andere Aspekte im Vordergrund, will anderes gelebt werden. Dazu haben wir ein Modell, begleiten die Veränderungen, fördern sie und suchen Wege, wie Feststeckendes, Belastendes, Verstecktes sich lösen und zeigen kann, sodass eine Verflüssigung geschehen kann für die neuen Entdeckungswege.

Das tiefste Lernen und Entwickeln erleben wir über Erfahrungen, nicht über alleinige Theorievermittlung. Idealerweise werden diese körperlichen und emotionalen therapeutischen Erfahrungen von einer hilfreichen Theorie begleitet. Am leichtesten lernen wir, wenn die Erfahrungen an unser bisheriges Wissen, unsere bisherigen Erfahrungen anknüpfen kann und in einer inspirierenden Lernatmosphäre stattfindet. In einer solchen lernen immer alle: Teilnehmer:innen, Assistent:innen und Leitende.

Am glaubwürdigsten können wir das vermitteln, was wir selber erfahren haben. Daher findet vor allem zu Beginn viel Lernen über Selbsterfahrung statt d.h. in der Perspektive der Klient:innen und Patient:innen. Immer mehr kommt die professionelle Perspektive dazu. In Demonstrationssitzungen, Übungssitzungen und Supervisionssitzungen wird die Fachperson in Ausbildung in die Rolle als Sexualberaterin und Sexualtherapeutin hineinwachsen. Mit dem Üben und den Supervisionen gewinnt sie Sicherheit und fachliche Tiefe. So wächst die Freude an der Sexualität, nämlich der eigenen, derjenigen die die Hilfesuchenden für sich entwickeln und an unserer Arbeit mit ihr.

Die Kenntnis der berufsethischen Regeln, das «Fühlen» des Sinnes davon und als Resultat die Begeisterung dafür, sich daran zu halten, bringt Sicherheit für alle Beteiligten. Das bewirkt den respektvollen offenen Rahmen für unsere wertvolle Arbeit. So macht unser oft anspruchsvolles Arbeiten Spass.

Mit einer Schnellbleiche von einem Tag oder mit ein paar online-Abenden ist das nicht zu haben und zum Blühen zu bringen. Wir haben diese fokussierte und konzentrierte Fortbildung hier in einer Form von insgesamt sieben 3-tägigen Modulen jeweils in einem Seminarhotel. Das gibt uns die sinnvolle Konzentration, den genügend soliden Rahmen. Wir begleiten Menschen in ihrer Verletzlichkeit, das möchten wir ernst nehmen, sie haben das verdient. Die teilnehmenden Fachleute auch.

Mehr zu diesen Inhalten erfährst Du in unserem Fortbildungslehrgang: Sexuelle Beziehungsthemen in Therapie und Beratung


Gastbeitrag von Dr. med. Robert Fischer

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Integrativer Körperpsychotherapeut IBP
Fortbildungsleitung «Sexuelle Beziehungsthemen in Therapie und Beratung»