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Warum Coaching heute anders gedacht werden muss – und wie IBP dabei unterstützt, Mindset wirklich zu verändern.

Organisationen stehen heute vor Herausforderungen, die sich grundlegend von den Anforderungen früherer Jahrzehnte unterscheiden. Während die «komplizierte» Realität früher vor allem Fachwissen, Planung und strukturierte Problemlösung verlangte, bewegen wir uns heute in einer Welt, die von Disruption, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität geprägt ist. Die BANI-Realität ist brüchig und kaum vorhersagbar. Genau deshalb genügt es nicht mehr, Führung nach klassischen Kriterien weiterzuentwickeln – wir müssen Coaching selbst neu denken.

Coaching in der komplizierten Realität – drei Formate für Klarheit und Umsetzung

In der überschaubaren Welt linearer Probleme haben sich Coaching-Formate bewährt, die primär auf Verhalten, Fähigkeiten und Leistung zielen:

  • Skills Coaching: Entwicklung konkreter Kompetenzen, z. B. Konfliktgespräche, Priorisierung, Präsenz.
  • Development Coaching: Reflexion der Führungsrolle, Identifikation von Stärken und Entwicklungspotenzialen.
  • Performance Coaching: Fokus auf Zielerreichung, Umsetzungsstärke und Messbarkeit.

Diese Formate sind weiterhin wertvoll – aber sie adressieren nur einen Teil moderner Führungsarbeit. Sie greifen dort, wo Ursache und Wirkung kompliziert aber vorhersagbar sind. Doch genau das ist heute nur noch selten der Fall.

Coaching in der komplexen Realität – drei Formate für echte Transformation

In einem Umfeld disruptiver Veränderungen brauchen Führungskräfte etwas anderes: innere Beweglichkeit, emotionale Präsenz und die Fähigkeit, mit Unsicherheit produktiv umzugehen. Hier treten drei neue Coaching-Formate in den Vordergrund:

  • Personal Coaching: Arbeit an inneren Mustern, Emotionen, Selbstregulation und Ressourcenentwicklung.
  • Transformational Coaching: Mindset-Shift, innere Neuorientierung, Aushalten von Unsicherheit
  • Emergent Coaching: Begleitung ohne fertige Lösung, Arbeiten im Nichtwissen, Co-Creation.

Diese Formate sind nicht nur Ergänzung – sie sind Voraussetzung dafür, dass Führung in BANI-Umgebungen wirksam bleibt. Und genau hier zeigt IBP seine besondere Stärke.

Mindset: kein Konzept, sondern ein verkörpertes Muster – und es muss verkörpert verändert werden

Mindset ist kein theoretisches Konstrukt. Es ist die Summe körperlich gespeicherter Erfahrungen, emotionaler Reaktionsmuster und tief auf der Ebene neuronaler Strukturen verankerter mentaler Modelle. Führungskräfte und Coaches greifen in Stresssituationen aber auch routinemässig  automatisch darauf zurück – oftmals selbst dann wenn diese Muster nicht mehr zur Realität passen.

IBP ermöglicht hier einen entscheidenden Schritt: Es öffnet Erfahrungsräume, in denen Menschen neue Perspektiven nicht nur verstehen, sondern im eigenen Körper erleben. Über somatische Wahrnehmung, emotionale Resonanz und bewusstes Experimentieren werden neue Handlungsoptionen spürbar – und damit nachhaltig abrufbar.

Wie die sechs Formate in der Supervision zusammenwirken

In der IBP-Supervision werden die sechs Coaching-Formate zu einem präzisen Kompass:

  • Die drei klassischen Formate werden genutzt, um Klarheit, Struktur und Umsetzungssicherheit zu fördern.
  • Die drei modernen Formate ermöglichen es, mentale Modelle zu hinterfragen, innere Flexibilität aufzubauen und transformierende Lernerfahrungen zu integrieren.

Supervision wird dadurch zu einem Ort, an dem sowohl äussere Herausforderungen als auch innere Muster sichtbar werden – und sich gegenseitig beeinflussen dürfen. Genau das brauchen Führungskräfte und Coaches, die in einer komplexen Welt wirksam bleiben wollen.

Coaching neu zu denken, heisst heute: Mindset als verkörperte Realität verstehen – und Veränderung auch verkörpert und auf der Ebene der Erfahrungen zu ermöglichen. IBP liefert dafür ein einzigartig reiches Instrumentarium.

Ein Beitrag von Axel Klimek zu seinem neuen Buch «Der Leaders Coaching Circle» und seiner Arbeit im IBP-Kontext. Mehr zum Buch unter www.leaderscoachingcircle.com.

Der Begriff „Coach“ ist in der Schweiz nicht geschützt.

Das bedeutet es für dich:

Jede Person darf sich Coach nennen – auch ohne psychologische, pädagogische oder beratungsbezogene Ausbildung.

Während manche Coaches fundierte Ausbildungen mit Selbsterfahrung, Supervision und Praxis durchlaufen, besuchen andere ein Wochenendseminar und nennen sich danach ebenfalls Coach".

Beide tragen denselben Titel, aber die Kompetenz ist nicht vergleichbar.

Wenn du dich für eine Coaching-Weiterbildung interessierst,
orientiere dich an den Berufsverbänden bso.ch (Berufsverband für Coaching, Supervision und Organisationsberatung)
und sgfb.ch (Schweizerische Gesellschaft für Beratung).

Diese Verbände akkreditieren nur Weiterbildungen, die strenge Qualitätskriterien erfüllen, darunter:

✅ qualifizierte Dozierende mit anerkannter Ausbildung
✅ verbindliche Selbsterfahrung und Supervision
✅ definierte Ausbildungsstandards (mind. 3 Jahre, berufsbegleitend)
✅ transparente Evaluation und Ethikrichtlinien

Wenn ein Institut von BSO oder SGfB anerkannt ist, kannst du davon ausgehen,
dass die Ausbildung strukturiert, praxisnah und professionell ist –
und dich im Anschluss auf die eidgenössische höhere Fachprüfung vorbereitet.

In der Podcastfolge "Psychologie, und denn?" erfährst du,
wie genau eine solche Weiterbildung aussieht,
was sie kostet und wie du bis zu 10’000 CHF Bundesbeitrag zurückerhältst.

Zur Podcastfolge:

Spotify

Apple

Zu unserer qualitativ hochwertigen Coaching- Weiterbildung. 

Mental Health, die psychische Gesundheit, ist ein wesentlicher Bestandteil unseres allgemeinen Wohlbefindens. Während körperliche Gesundheit häufig im Vordergrund steht, wird die Bedeutung der psychischen Gesundheit oft unterschätzt. Dabei sind beide eng miteinander verknüpft: Unser geistiger Zustand beeinflusst, wie wir mit Stress umgehen, Entscheidungen treffen und unser Leben in Balance halten.

Doch was ist Mental Health eigentlich? Unter psychischer Gesundheit versteht man das emotionale, psychologische und soziale Wohlbefinden eines Menschen. Sie beeinflusst, wie wir denken, fühlen und handeln. Eine gute mentale Gesundheit ermöglicht es uns, die Herausforderungen des Alltags zu bewältigen, positive Beziehungen aufzubauen und unser volles Potenzial auszuschöpfen. Umgekehrt können psychische Probleme, wie Depressionen, Angststörungen oder Burnout, unsere Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

Psychische Probleme entstehen häufig aus einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Diese können genetische Veranlagungen, traumatische Erlebnisse, chronischer Stress, soziale Isolation oder auch übermäßiger Druck im Beruf und im Privatleben sein. Gerade in der heutigen, schnelllebigen Gesellschaft, in der ständige Erreichbarkeit und Leistungsdruck omnipräsent sind, fällt es vielen Menschen schwer, ihre psychische Gesundheit im Gleichgewicht zu halten.

Ein großes Hindernis für den Umgang mit psychischen Erkrankungen ist die anhaltende Stigmatisierung. Viele Menschen zögern, Hilfe zu suchen, weil sie Angst vor Ablehnung oder Vorurteilen haben. Diese Stigmatisierung führt dazu, dass psychische Erkrankungen häufig unerkannt bleiben und die Betroffenen erst dann Hilfe in Anspruch nehmen, wenn die Belastung unerträglich wird.

Es ist entscheidend, die psychische Gesundheit genauso zu priorisieren wie die körperliche. Dies bedeutet, sich regelmässig Pausen zu gönnen, Achtsamkeit zu praktizieren und auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Professionelle Hilfe, sei es durch Therapie, Coaching oder psychologische Beratung, kann dabei helfen, belastende Muster zu durchbrechen und neue Wege für ein ausgeglicheneres Leben zu finden.

Abschliessend lässt sich sagen, dass Mental Health kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit ist. Sie betrifft uns alle, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft. Indem wir offen über psychische Gesundheit sprechen, Barrieren abbauen und das Wohlbefinden von uns selbst und anderen priorisieren, können wir eine Gesellschaft schaffen, in der jeder Mensch die Unterstützung erhält, die er braucht, um ein erfülltes Leben zu führen.

Marion Jost Marx, Psychotherapeutin für Integrative Körperpsychotherapie IBP und IBP-Ausbildnerin, beschreibt im Interview mit der Zeitschrift Psychoscope sehr anschaulich den Gewinn des Einbezugs des Körpers in die Therapie.